Kategorie: Jugendliche

„Ich weiß, dass es das Christkind nicht gibt….

ihr kauft die Geschenke!“  verkündete unser  Sohn im Sommer.

Etwas überrascht über diese unvermittelte Äußerung, zu ungewöhnlicher Jahreszeit, nahmen wir sie doch mit Erleichterung zur Kenntnis. Schließlich  hatten wir uns schon beim letzten Weihnachtsfest gefragt, ob nicht langsam der Zeitpunkt  wäre, einige Dinge in Frage zu stellen.  Jetzt, da unser  Sohn in der 4. Klasse ist, sollte es doch erst recht so sein!

Umso verwunderter beobachten wir  gerade mit welch` Begeisterung unser  Sohn nun doch wieder die vertrauten Rituale zelebriert: ein Brief an den Nikolaus, die Stiefel vor der Tür, der Wunschzettel auf der Fensterbank… und bloß keinen Gedanken an die „harte“ Realität verschwenden!

In der Realität ist es gerade ganz schön anstrengend! Die Empfehlungen für die weiterführende Schule stehen an. Das kommende Zeugnis zählt. Wo geht es weiter, wer wird mit wem zu welcher Schule gehen, wie wird das alles werden? Fragen die unseren Sohn umtreiben und manche Sorgen bereiten.

Da kommt die Advents- und Weihnachtszeit doch gerade recht! Noch einmal klein sein, sich keine Sorgen machen sondern der Phantasie freien Lauf lassen. Kraft „tanken“ im vertrauten Zuhause, um dann nach den Weihnachtsferien wieder gestärkt in den Alltag, mit allem was er an Neuem bringt, zu starten.

Eigentlich ganz  gesund, so für sich zu sorgen!

Elternschule (Film) – Wir arbeiten anders!

Wir haben den Film Elternschule gesehen und sind über die Vorgehensweise erschüttert.
Wir möchten sehr deutlich formulieren: Wir arbeiten anders!

In unserer Beratung forschen wir gemeinsam nach den genauen Ursachen einer Situation, bevor wir mit Ihnen Möglichkeiten der Veränderung überlegen.

Wenn es um Ihre Erschöpfung geht, überlegen wir mit Ihnen, wie Sie wieder Kraft schöpfen können.

Uns ist es wichtig, dass sich Ihr Kind bei Ihnen sicher und angenommen fühlen kann. Daher werden wir Sie darin unterstützen die Beziehung zu Ihrem Kind zu stärken.

Wenn Ihr Kind Schwierigkeiten hat, sich selbst zu regulieren, dann geben wir Ihnen Rückenstärkung. Wir ermutigen Sie, die Steuerung für Ihr Kind punktuell zu übernehmen. Im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe unterstützen Sie dabei Ihr Kind, Selbstvertrauen aufzubauen.

Wenn Sie Ihrem Kind Grenzen setzen möchten, so werden wir darauf achten, dass Ihr Kind sowohl Halt und Orientierung als auch Ihre emotionale Präsenz erfahren kann.

Wenn Sie sich im Kampf mit Ihrem Kind wiederfinden sollten, dann suchen wir mit Ihnen nach Wegen, aus dem Kampf auszusteigen. Mit Klarheit, Berechenbarkeit und Entschiedenheit ermöglichen Sie Ihrem Kind eine Veränderung ohne Gesichtsverlust.

Wir arbeiten in Beziehung.


Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie hat eine lesenswerte, fundierte Stellungnahme zum Film Elternschule  verfasst.

Was bitte ist Fortnite?

Wir Eltern, Pädagogen*innen und Lehrer*innen sind ja nicht die Schnellsten, wenn es um die beliebtesten und neusten Computerspiele unserer Kinder geht. Meistens sind sie uns  um Lichtjahre voraus. Dank der AG Medien Münster sind wir von der Beratungsstelle seit ein paar Jahren gut vernetzt und aus Lichtjahren sind nur noch ein paar Monate geworden ?

Fortnite geht durch die Decke

Der neuste Megahit, der seit Mitte 2017 die Herzen der Kinder und Jugendliche erobert, heißt „Fortnite“. Konnte man Fortnite bislang nur für die Konsole und den PC herunterladen, so ist seit diesem Wochenende auch Fortnite Mobile im Appstore erhältlich. Innerhalb weniger Stunden nach Veröffentlichung ist die App direkt auf Platz 1 der kostenlosen Apps gestiegen.

Fortnite ist ein sogenanntes Battle-Royal-Game. Bei diesem Spielprinzip handelt es sich immer um gewalttätige Szenarien, allerdings ist Fortnite eine entschärfte Version im Comic-Stil, ohne detailreiche Gewaltdarstellung. Der Spieleratgeber NRW empfiehlt daher das Spiel ab 14 Jahren zu erlauben. Nähere Infos unter Spieleratgeber-nrw.de.

Ziel des Spiels: Last Man Standing bzw. Last Woman Standing 

100 Spieler*innen sammeln sich in einer Lobby, fliegen anschließen mit einer Art Flugzeug über eine Insel und springen, nur mit einem Fallschirm am Körper, nach und nach ab. Den Absprungort auf der Map wählen die Spieler*innen selber. Auf der Insel angekommen heißt es so schnell wie möglich Waffen, Munition, Material, usw. einzusammeln und sich dann den Kampf gegen die 99 Mitspieler*innen zu stellen.  Verstecken hilft auf Dauer nichts. Man muss aktiv Mitspieler*innen ausschalten. Wer als Letzter bzw. als Letzte überlebt, hat gewonnen. Das Spiel erinnert sehr an „Die Tribute von Panem“.

Spielen kann man Fortnite entweder alleine oder im Team zu zweit, dritt oder viert. Das Spiel ist kostenlos erhältlich, man kann über In-App-Käufe Skins (Bekleidung, oder bestimmte Bewegungen wie Tanzen, etc.) kaufen. Einen Vorteil für den Spielverlauf haben die In-App-Käufe nicht. Vielmehr haben alle Spieler in jedem neuen Spiel die gleichen Startbedingungen. Das Spiel startet immer ohne Ausrüstung oder Waffen. Auch die Fallschirmgleiter sind alle gleich, auch wenn sie unterschiedlich aussehen.

Interview 

Wir wollten mehr über die Begeisterung für Fortnite wissen. Julius K., 15 Jahre alt, hat uns ein paar Fragen zum Spiel Fortnite beantwortet. Vielen Dank dafür! Hier geht’s zum Interview.