Das Kind ist so aggressiv..

….eine Aussage von vielen Eltern, Erzieher/innen, Lehrer/innen….

und oft wird man selber wütend oder hilflos…

Aggressives Verhalten ist der Ausdruck von Wut ! Oft ist diese Wut nicht nur ein momentan gefühlter Frust, weil das Kind etwas nicht bekommt oder darf..

Wut ist eines unserer Grundgefühle ! Dahinter steckt häufig ein wichtiges Bedürfnis, dass nicht verstanden und erfüllt wird.

Insofern ist – abgesehen von einer ruhigen und klaren Reaktion – oft auch die Frage wichtig: “ Sehe ich etwas nicht, was das Kind dringend bräuchte ?“

Darf ich vorstellen…

…das sind meine Kollegen in der Beratung. Heute habe ich sie mal ordentlich abgeschrubbt, damit sie nächste Woche wieder durch neue Hände gehen können. Sie helfen mir wunderbar um ins Gespräch zu kommen. Jeder in der Familie kann damit für die anderen ein paar Schlümpfe raussuchen, die beschreiben, wer welche Stärken hat oder was man sich für den Anderen wünscht. Besonders interessant wird es deshalb, weil jeder sofort eine Idee hat, was diese Figur bedeuten könnte. Ich werde nie vergessen, wie mal Mutter und Tochter bei mir saßen, die total zerstritten waren. Die Tochter suchte einen Schlumpf für die Mutter aus, mit brüllendem Löwengesicht. Für die Mutter war sofort klar, was gleich kommen würde: „Du schreist mich nur noch an, du bist zum Wegrennen, alle haben vor dir Angst, voll peinlich, wie du dich immer aufführst…“ Doch was sagte die Tochter? „Mama kämpft immer wie eine Löwin für uns.“ Manchmal ist es echt schön, wenn man falsch liegt. 😉

Medienerziehung

Da hat die Europapolitik uns doch zu Hause am Küchentisch erreicht: Thema Medienerziehung.

Unsere heranwachsenden Söhne sind Kinder ihrer Zeit, dem Zeitalter des permanenten Informationsflusses, häufig gefühlt zum Nulltarif dank des Internets. So diskutieren wir beim Abendbrot, dass Texte, fotographische und musikalische Erzeugnisse eben nicht beliebig und kostenlos verfügbar sein können. Dass Autoren, Musiker und Künstler einen Schutz für Ihre Urheberschaft benötigen. Denn auch diese müssen Geld für sich und ihre Familien verdienen.

So entsteht am Küchentisch eine spannende Diskussion zwischen unseren Generationen zur Neufassung des Urheberrechts auf europäischer Ebene über den Umgang mit den individuellen Rechten des Künstlers gegenüber dem Wunsch nach größtmöglicher Freiheit im weltweiten Netz.

Moderne Medienerziehung hat viele spannende Fragen für Familien!

Caritaskongress

Auch wir Berater brauchen hin und wieder Anregungen von außen. Die gab es reichlich auf dem Caritaskongress, der letzte Woche in Berlin stattfand. 900 Mitarbeiter*innen aus ganz Deutschland informierten, diskutierten, lernten von anderen und gaben ihre Erfahrungen weiter. Mal sehen, was wir ab heute aus den neuen Ideen in unserer Praxis machen!

Chatten – aber bitte datengeschützt :-)

Wer mit dem Smartphone chatten möchte, greift häufig auf die Dienste des Marktführes zurück. Bei der Nutzung von WhatsApp sammelt Facebook allerdings viele Daten von und über uns. Neben dem regelmäßigen Auslesen unseres Adressbuches werden auch Daten über unsere Nutzung verarbeitet. Diese Daten werden Metadaten genannt und erfassen z.B. wann jemand, wo, wie lange und mit wem chattet.

XMPP-Logo
© XMPP Standards Foundation

Aus unseren Metadaten werden persönliche Profile erstellt, welche der Werbeindustrie große Geldsummen wert sind …

Wenn Sie beim Chatten nicht länger mit Ihren Metadaten „bezahlen“ möchten, dann empfehlen wir Ihnen, über das Jabber/XMPP-Protokoll zu chatten. Für die erste Einrichtung benötigen Sie vier Schritte. Und dann chatten Sie mit einem hohen Maß an Datenschutz.

Hier finden Sie eine Anleitung: Vier Schritte zum daten-geschützten Chatten.

Empfehlenswert sind folgende Apps: Conversations (Android) und ChatSecure (Apple) bzw. Gajim (Windows-PC). Eine Liste von XMPP-Servern ist zum Beispiel hier zu finden.

„Aschermittwoch ist alles zu Ende.“

„Da simmer dabei, datt is pri-hima.Viva Colonia!“ So, oder ähnlich klingt für uns der typische Karnevalsschlager. Und dann…? Auf die jecken Tage folgen in einigen Familien: die Fastenzeit. „Da simmer och dabei?“ Sie auch? Das erste Fastenziel der meisten Kinder: auf Süßigkeiten verzichten. Das ist hart! Vor allem wenn man überall an den bunten schokogefüllten Regalen vorbeirauschen muss, ohne… na Sie wissen schon! Großes Opfer!

Aber es gibt auch andere Möglichkeiten zu fasten bzw. sich bewusst zu machen, auf welche Konsumgüter man verzichten könnte. In meiner Familie haben wir uns überlegt, in diesem Jahr auf Plastik zu verzichten.

Die Kinder haben recht viel über die Überschwemmung der Meere mit Mikroplastik gelesen und gehört, dass die Ursache wir selber sind und unsere Gedankenlosigkeit, wenn wir alles und jedes in eine kleine Plastiktüte im Supermarkt stecken: Sogar der schöne rote Bio- Apfel! Verrückt! Der hat doch schon eine Verpackung und sogar eine ziemlich ansehnliche und praktische!

Sei’s drum, also verzichten wir 40 Tage auf Plastik! Ein recht ambitioniertes Projekt, vor dem ich Respekt habe, aber die Kinder finden das ganz wichtig und stehen voll dahinter, so dass ich mich darauf eingelassen habe. Ich bin gespannt wie es uns Ostern ergeht… ob wir uns in den sechs Wochen an den plastikfreien Lebensstil gewöhnen oder froh sind, wieder gewohnt einkaufen gehen zu können. Bei meinen Nachbarn wird auf Fernsehen und Handy verzichtet… bei wieder anderen findet die Nuss-Nougat Creme in den nächsten Wochen keinen Abnehmer mehr.

Wie ist das bei Ihnen? Worauf fasten Sie in diesem Jahr? Fasten Sie überhaupt?

Platz ist in der kleinsten Hütte!

“Platz“ – das ist ein Thema in Münster! Auch uns als Familie fehlt es an Platz. Unsere Söhne, 7 und 9 Jahre alt, teilen sich ein nicht allzu großes Zimmer. Eigentlich wollten wir das schon längst geändert haben. Immer häufiger kreisen meine Gedanken um das Thema Wohnen: hätten wir uns nicht viel früher kümmern müssen, wäre es nicht wichtig, dass beide ihren eigenen Rückzugsort haben, was denken unsere Kinder, wenn sie sich mit ihren Freunden vergleichen? Aber bis auf das fehlende Zimmer fühlen wir uns eigentlich sehr zuhause in unserem Viertel und hier eine bezahlbare Alternative zu finden…fast utopisch! Je mehr ich grüble, desto schlechter wird meine Laune! 

Wie gut tut es genau jetzt ins Wohnzimmer zu kommen und meinen Sohn zu sehen. Bereits seit einer Dreiviertelstunde spielt er hier ganz vertieft. Eingerichtet hat er sich auf der Fensterbank, neben seinem Schreibtisch, den wir dort, in der letzten freien Ecke, für ihn platziert haben.  Ich setze mich ins Sofa, er hat mich gar nicht bemerkt,  beobachte ihn fasziniert, bin beeindruckt wie er sich seinen Raum schafft und auf so begrenztem Raum in seine Spielwelt abtauchen kann!

Ja, wir müssen uns manchmal behelfen und arrangieren. Der Tischkicker wird mit zwei Haken an die Wand gehangen, damit er nicht immer im Weg steht, die Ritterburg wandert  für einige Zeit in eine Kiste auf den Kinderzimmerschrank, so gewinnt sie ganz nebenbei auch wieder an Attraktivität. Ja, wir Eltern müssen auch mal ein Paar Tage eine Kaplastadt in unserem Wohnzimmer erdulden und uns vorsichtigen Schrittes unsern Weg bahnen. Und wir Eltern haben auch dafür zu sorgen dass beide Kinder das Recht haben zu sagen „Heute will ich das Zimmer auch mal mit meinem Freund alleine haben!“

Was bleibt? Ja, auf Dauer brauchen wir eine größere Wohnung und ICH wünsche mir mehr Platz. Aber nein, ich muss mir keine Sorgen um meine Kinder machen. Wir haben eine gemütliches Zuhause, nette Nachbarn, Schule und Fußballverein, alles in der Nähe. Unsere Kinder fühlen sich wohl und…. Platz zum Spielen ist auch in unserer Hütte!

Essen ist fertig…

Jeden Dienstag wenn ich diesen Satz meiner Kollegin höre, freue ich mich. An diesem Tag der Woche muss ich nicht überlegen, was ich mir gleich zu essen mache. Ich kann mich einfach an den gedeckten Tisch setzen und mitessen. Herrlich! Wir wechseln uns ab mit kochen. Montags gucke ich in ihr glückliches Gesicht, wenn sie sich an den gedeckten Tisch setzt. Haben wir mal wieder zu viel gekocht, können noch mehr mitessen.

Das würde ich so mancher alleinerziehenden, berufstätigen Mutter wünschen. Sich einfach mal mit an den gedeckten Tisch zum Essen zu setzen. Zusammen essen ist schön! Für Kinder und für Erwachsene.

Die Würde des Menschen ist unhassbar

Wir wenden uns gegen Abwertung, Ausgrenzung oder Hass-Rede in jeglicher Form. Ob online im Netz oder offline im direkten Miteinander – wir setzen uns für einen respektvollen Umgang miteinander ein.

Am heutigen Safer Internet Day #SID2019 finden weltweit Aktionen dazu statt.

Wir beraten Sie als Eltern oder Dich als jungen Menschen auch, wenn es um Erfahrungen von Mobbing oder Hassrede geht.

Interessante Informationen zum diesjährigen Schwerpunkt des Safer Internet Day #lauteralshass gibt es auch bei klicksafe.de.

„Beim Anziehen des Pullovers bin ich fast eingeschlafen … „

Seit Jahren beraten wir Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern und Schlaf ist immer wieder ein Thema, was intensiv mit viel Zeit betrachtet wird (wahrscheinlich weil es ein Grundbedürfnis für Kinder und Eltern ist). Zudem ist der Umgang mit dem Thema Schlaf/Einschlafen bei Säuglingen/Kleinkindern extrem unterschiedlich – auch in der Fachwelt.

Schlafmangel und die daraus ergebende Erschöpfung verhindert häufig  die Möglichkeit, sich in die spezielle Situation des Kindes hineinzuversetzen. Zudem können  vor lauter Erschöpfung oft gemeinsame schöne  Momente während des Tages  nicht wahrgenommen werden. Es entstehen sehr schnell negative Kreisläufe, aus denen die Kinder selbst nicht herauskommen können. Der erste Schritt – die erste Veränderung muss dann von den Eltern kommen. … lesen Sie hier weiter …

Wir möchten Eltern ermuntern,  bei Erschöpfung durch Schlafmangel  die Möglichkeit einer –oft relativ kurzen-  Beratung  zu nutzen, um einen zufriedenstellenden individuellen Lösungsweg zu finden.

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