Caritas Barcamp

Heute haben einige Kolleg*innen aus unserer Beratungsstelle am ersten Barcamp der Caritas in Münster teilgenommen #CaritasCampMS

Vielleicht sollte ich eher schreiben, dass wir mitgearbeitet haben 🙂 Denn bei einem Barcamp ist jede*r Teilnehmer*in eingeladen selbst ein Thema oder eine Frage einzubringen.

Viele spannende Themen haben Platz gefunden: #Nachhaltigkeit, #Wie_sieht_Beratung_im_Jahr_2025_aus?, #Interne_Vernetzung, #sozialpolitisches_Einmischen, #Schätze_heben: wie können wir die vielen Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter*innen sinnvoll nutzen?, #Vielfalt_in_der_Caritas_Münster

Ein gewinnbringender Tag für die Zukunftsstrategie der #CaritasMünster.

Ich habe Langeweile…

Kennen Sie das auch? Ihr Kind hat Langeweile und würde am liebsten mit Ihnen spielen oder das Tablet nutzen? Aber Sie müssen noch viele andere Dinge erledigen und haben einfach keine Zeit zum spielen und das Tablet soll es aber auch nicht sein. Außerdem ist draußen schönes Wetter, dass sollte genutzt werden.  Meist hält sich die Begeisterung dann sehr in Grenzen und man droht schon einzuknicken. Aber gerade aus solchen Phasen der Langeweile entstehen  manchmal ganz kreative Dinge! Wie hier… plötzlich wird der große Farbkasten und die Leinwand entdeckt und es entsteht aus Langeweile ein ganz wunderbares Bild!

Langeweile ist ein Gefühl, dass auch wir als Erwachsene nur schwer aushalten können. Gerade in Zeiten des Smartphones  werden diese Zeiten an der Bushaltestelle oder beim Arzt damit verbracht die sozialen Medien oder Spiele auf dem Handy zu nutzen. Auch Kinder nutzen dieses Medium dann gerne. Häufig besteht auch der Anspruch bei den Eltern, das Gefühl der Langeweile bei den Kindern erst gar nicht aufkommen zu lassen. Dabei birgt dieses Gefühl auch viel Potenzial, sich mit sich selbst und seiner Umwelt auseinanderzusetzen. Ohne Ablenkung werden dann Dinge wieder entdeckt, die sonst ungenutzt bleiben…!  Nur Mut… es kann sich lohnen das auszuhalten….!

Europäische Union – Wieso, weshalb, warum?


Im Gespräch mit Paula (10 Jahre), Moritz (9 Jahre), Jonas (7 Jahre) und  Jan-Ole (11 Jahre):

….Europäische Union was fällt euch dazu ein?„Es gibt ein` Sitz, der ist in Brüssel, da setzen sich die Politiker zusammen und diskutieren über so Sachen, also was die Länder besser machen sollen und was man schon gut gemacht hat.“ „Mein Onkel arbeitet in der EU, aber so richtig weiß ich nicht, was der da so macht. Das ist auch schwer zu verstehen und sich zu merken!“ „Die Politiker haben es nicht leicht, die müssen immer lange wach bleiben, wenn sie Sachen besprechen. Aber die haben auch ein bisschen Luxus, immer so leckeres Essen und Trinken….“ „England will aus der EU raus….“ „…ja, und das ist schlecht für Deutschland, weil sie dann da keine Geschäfte mehr machen können und auch schlecht für England, weil die dann nicht mehr so abgesichert sind.“ „Die EU hat sozusagen zusammengehalten als Griechenland Pleite war.“

….offene Grenzen, weshalb? „Früher als es noch Grenzen gab, mochten die Länder sich gegenseitig nicht und das hat sich ja jetzt geändert, weil wir alle zusammen sind.“ „Man kann neue Freundschaften schließen. Man kann von einem Land zum anderen reisen. Wenn die Grenzen geschlossen werden, werden andere ja auch ausgegrenzt. Die sind dann ja sauer und dann kann es wieder Krieg geben.“  „Ich könnte mir vorstellen, dass man sich mit Grenzen viel schneller gefangen fühlt.“ „Deutschland war ja auch schon mal geteilt durch eine Grenze…das ist gut, dass es die jetzt nicht mehr gibt, dann sind die Freunde nicht mehr getrennt.“

…zusammen Politik machen, weshalb ist das wichtig?
 „Damit alle die gleichen Gesetze haben und alle gleich behandelt werden und nicht alle in ein Land ziehen, weil es da die besten Gesetze gibt.“ „Für`s Klima  ist es wichtig, weil ja überall Autos fahren. Wenn nur ein Land was macht, dann hilft das ja nicht.“ „…ja es ist wichtig, dass in allen Ländern das Parken teurer wird, damit nicht mehr so viele Autos fahren.“ „Gäbe es noch mehr Gemeinschaft mit anderen Ländern so wie hier in Europa, gibt es auch nicht so viel Krieg, wie jetzt zum Beispiel in Syrien.“

… Europa heißt?
„…dass man zusammenhält und sich gegenseitig unterstützt!“

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Kinder-1024x793.jpg

Das Kind ist so aggressiv..

….eine Aussage von vielen Eltern, Erzieher/innen, Lehrer/innen….

und oft wird man selber wütend oder hilflos…

Aggressives Verhalten ist der Ausdruck von Wut ! Oft ist diese Wut nicht nur ein momentan gefühlter Frust, weil das Kind etwas nicht bekommt oder darf..

Wut ist eines unserer Grundgefühle ! Dahinter steckt häufig ein wichtiges Bedürfnis, dass nicht verstanden und erfüllt wird.

Insofern ist – abgesehen von einer ruhigen und klaren Reaktion – oft auch die Frage wichtig: “ Sehe ich etwas nicht, was das Kind dringend bräuchte ?“

Darf ich vorstellen…

…das sind meine Kollegen in der Beratung. Heute habe ich sie mal ordentlich abgeschrubbt, damit sie nächste Woche wieder durch neue Hände gehen können. Sie helfen mir wunderbar um ins Gespräch zu kommen. Jeder in der Familie kann damit für die anderen ein paar Schlümpfe raussuchen, die beschreiben, wer welche Stärken hat oder was man sich für den Anderen wünscht. Besonders interessant wird es deshalb, weil jeder sofort eine Idee hat, was diese Figur bedeuten könnte. Ich werde nie vergessen, wie mal Mutter und Tochter bei mir saßen, die total zerstritten waren. Die Tochter suchte einen Schlumpf für die Mutter aus, mit brüllendem Löwengesicht. Für die Mutter war sofort klar, was gleich kommen würde: „Du schreist mich nur noch an, du bist zum Wegrennen, alle haben vor dir Angst, voll peinlich, wie du dich immer aufführst…“ Doch was sagte die Tochter? „Mama kämpft immer wie eine Löwin für uns.“ Manchmal ist es echt schön, wenn man falsch liegt. 😉

Medienerziehung

Da hat die Europapolitik uns doch zu Hause am Küchentisch erreicht: Thema Medienerziehung.

Unsere heranwachsenden Söhne sind Kinder ihrer Zeit, dem Zeitalter des permanenten Informationsflusses, häufig gefühlt zum Nulltarif dank des Internets. So diskutieren wir beim Abendbrot, dass Texte, fotographische und musikalische Erzeugnisse eben nicht beliebig und kostenlos verfügbar sein können. Dass Autoren, Musiker und Künstler einen Schutz für Ihre Urheberschaft benötigen. Denn auch diese müssen Geld für sich und ihre Familien verdienen.

So entsteht am Küchentisch eine spannende Diskussion zwischen unseren Generationen zur Neufassung des Urheberrechts auf europäischer Ebene über den Umgang mit den individuellen Rechten des Künstlers gegenüber dem Wunsch nach größtmöglicher Freiheit im weltweiten Netz.

Moderne Medienerziehung hat viele spannende Fragen für Familien!

Caritaskongress

Auch wir Berater brauchen hin und wieder Anregungen von außen. Die gab es reichlich auf dem Caritaskongress, der letzte Woche in Berlin stattfand. 900 Mitarbeiter*innen aus ganz Deutschland informierten, diskutierten, lernten von anderen und gaben ihre Erfahrungen weiter. Mal sehen, was wir ab heute aus den neuen Ideen in unserer Praxis machen!

Chatten – aber bitte datengeschützt :-)

Wer mit dem Smartphone chatten möchte, greift häufig auf die Dienste des Marktführes zurück. Bei der Nutzung von WhatsApp sammelt Facebook allerdings viele Daten von und über uns. Neben dem regelmäßigen Auslesen unseres Adressbuches werden auch Daten über unsere Nutzung verarbeitet. Diese Daten werden Metadaten genannt und erfassen z.B. wann jemand, wo, wie lange und mit wem chattet.

XMPP-Logo
© XMPP Standards Foundation

Aus unseren Metadaten werden persönliche Profile erstellt, welche der Werbeindustrie große Geldsummen wert sind …

Wenn Sie beim Chatten nicht länger mit Ihren Metadaten „bezahlen“ möchten, dann empfehlen wir Ihnen, über das Jabber/XMPP-Protokoll zu chatten. Für die erste Einrichtung benötigen Sie vier Schritte. Und dann chatten Sie mit einem hohen Maß an Datenschutz.

Hier finden Sie eine Anleitung: Vier Schritte zum daten-geschützten Chatten.

Empfehlenswert sind folgende Apps: Conversations (Android) und ChatSecure (Apple) bzw. Gajim (Windows-PC). Eine Liste von XMPP-Servern ist zum Beispiel hier zu finden.

„Aschermittwoch ist alles zu Ende.“

„Da simmer dabei, datt is pri-hima.Viva Colonia!“ So, oder ähnlich klingt für uns der typische Karnevalsschlager. Und dann…? Auf die jecken Tage folgen in einigen Familien: die Fastenzeit. „Da simmer och dabei?“ Sie auch? Das erste Fastenziel der meisten Kinder: auf Süßigkeiten verzichten. Das ist hart! Vor allem wenn man überall an den bunten schokogefüllten Regalen vorbeirauschen muss, ohne… na Sie wissen schon! Großes Opfer!

Aber es gibt auch andere Möglichkeiten zu fasten bzw. sich bewusst zu machen, auf welche Konsumgüter man verzichten könnte. In meiner Familie haben wir uns überlegt, in diesem Jahr auf Plastik zu verzichten.

Die Kinder haben recht viel über die Überschwemmung der Meere mit Mikroplastik gelesen und gehört, dass die Ursache wir selber sind und unsere Gedankenlosigkeit, wenn wir alles und jedes in eine kleine Plastiktüte im Supermarkt stecken: Sogar der schöne rote Bio- Apfel! Verrückt! Der hat doch schon eine Verpackung und sogar eine ziemlich ansehnliche und praktische!

Sei’s drum, also verzichten wir 40 Tage auf Plastik! Ein recht ambitioniertes Projekt, vor dem ich Respekt habe, aber die Kinder finden das ganz wichtig und stehen voll dahinter, so dass ich mich darauf eingelassen habe. Ich bin gespannt wie es uns Ostern ergeht… ob wir uns in den sechs Wochen an den plastikfreien Lebensstil gewöhnen oder froh sind, wieder gewohnt einkaufen gehen zu können. Bei meinen Nachbarn wird auf Fernsehen und Handy verzichtet… bei wieder anderen findet die Nuss-Nougat Creme in den nächsten Wochen keinen Abnehmer mehr.

Wie ist das bei Ihnen? Worauf fasten Sie in diesem Jahr? Fasten Sie überhaupt?