Wir haben uns getrennt….

Trennung bedeutet meistens großen Stress für alle Beteiligten.

Die Eltern sind oft sehr mit sich, ihrer Wut und Trauer beschäftigt, sind selber oft verunsichert und haben viele Fragen..

Auch die Kinder sind oft traurig, wütend und haben Angst – sie versuchen dann manchmal, ihren Eltern zu helfen, sind damit aber völlig überfordert.

Gerade in dieser Zeit brauchen Kinder Eltern, die sie im Blick haben, Zuwendung, Zeit, eine klare Orientierung und Sicherheit geben.

In unseren KIB – Kursen (Kinder im Blick) unterstützen wir – gemeinsam mit Trialog, Diakonie und Beratungsstelle Südviertel)- die Eltern, damit dies besser gelingt. Im Frühjahr und Herbst finden jeweils 2 Kurse (vormittags und abends) statt. Zuvor wird ein Vorgespräch geführt. Bei Fragen dazu oder Interesse am Kurs können Sie sich gerne u.a. an Frau Moraing (0251263350) wenden.

Infobrief Frühe Hilfen – Ausgabe 2 / 2019

Die beiden Caritas-Fachstellen Stadtteilkoordination Frühe Hilfen im Stadtteil MS-West und Stadtteilkoordination Frühe Hilfen im Stadtteil Kinderhaus haben jeweils die nächste Ausgabe des Infobriefes Frühe Hilfen für die Stadtteile Gievenbeck, Albachten, Mecklenbeck, Roxel und Kinderhaus herausgegeben.

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Werdende Eltern und Familien mit Kindern im Alter von 0 – 6 Jahren finden im aktuellen Infobrief eine nützliche Übersicht zu offenen Treffs und Freizeitangeboten, sowie Informationen zu Kursen im zweiten Halbjahr 2019 und zu Beratungsmöglichkeiten rund um das Leben mit Babys und Kleinkindern in den westlichen Stadtteilen Münsters und in Kinderhaus !

Im Infobrief ist unter anderem nachzulesen: Viele Familien, vor allem berufstätige alleinerziehende Eltern haben die Möglichkeit, Kinderzuschlag zu beantragen. Seit dem 01.07.2019 gibt es durch das „Starke Familien Gesetz“ positive Veränderungen, damit möglichst viele Familien und ihre Kinder finanzielle Unterstützung erhalten.

Die neue Ausgabe 2/2019 des Infobriefes finden Sie in Papierform in vielen Institutionen im Stadtteil zum Mitnehmen. Ebenso steht der Infobrief hier für Albachten/Gievenbeck/Mecklenbeck/Roxel und Kinderhaus zum Download bereit – ebenso im Menü unter Downloads.

Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf: Bianca Elpers, Caritas vor Ort – Beratungsstelle Gievenbeck
Theresia Dohle, Caritas vor Ort – Beratungsstelle Kinderhaus

Elternschule (Film) – wir arbeiten anders!

Heute Abend wird der Film Elternschule im Ersten gezeigt. Wir haben den Film gesehen und sind über die Vorgehensweise erschüttert.
Wir möchten sehr deutlich formulieren: Wir arbeiten anders!

In unserer Beratung forschen wir gemeinsam nach den genauen Ursachen einer Situation, bevor wir mit Ihnen Möglichkeiten der Veränderung überlegen.

Wenn es um Ihre Erschöpfung geht, überlegen wir mit Ihnen, wie Sie wieder Kraft schöpfen können.

Uns ist es wichtig, dass sich Ihr Kind bei Ihnen sicher und angenommen fühlen kann. Daher werden wir Sie darin unterstützen die Beziehung zu Ihrem Kind zu stärken.

Wenn Ihr Kind Schwierigkeiten hat, sich selbst zu regulieren, dann geben wir Ihnen Rückenstärkung. Wir ermutigen Sie, die Steuerung für Ihr Kind punktuell zu übernehmen. Im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe unterstützen Sie dabei Ihr Kind, Selbstvertrauen aufzubauen.

Wenn Sie Ihrem Kind Grenzen setzen möchten, so werden wir darauf achten, dass Ihr Kind sowohl Halt und Orientierung als auch Ihre emotionale Präsenz erfahren kann.

Wenn Sie sich im Kampf mit Ihrem Kind wiederfinden sollten, dann suchen wir mit Ihnen nach Wegen, aus dem Kampf auszusteigen. Mit Klarheit, Berechenbarkeit und Entschiedenheit ermöglichen Sie Ihrem Kind eine Veränderung ohne Gesichtsverlust.

Wir arbeiten in Beziehung.


Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie hat eine lesenswerte, fundierte Stellungnahme zum Film Elternschule  verfasst.

Caritas Barcamp

Heute haben einige Kolleg*innen aus unserer Beratungsstelle am ersten Barcamp der Caritas in Münster teilgenommen #CaritasCampMS

Vielleicht sollte ich eher schreiben, dass wir mitgearbeitet haben 🙂 Denn bei einem Barcamp ist jede*r Teilnehmer*in eingeladen selbst ein Thema oder eine Frage einzubringen.

Viele spannende Themen haben Platz gefunden: #Nachhaltigkeit, #Wie_sieht_Beratung_im_Jahr_2025_aus?, #Interne_Vernetzung, #sozialpolitisches_Einmischen, #Schätze_heben: wie können wir die vielen Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter*innen sinnvoll nutzen?, #Vielfalt_in_der_Caritas_Münster

Ein gewinnbringender Tag für die Zukunftsstrategie der #CaritasMünster.

Ich habe Langeweile…

Kennen Sie das auch? Ihr Kind hat Langeweile und würde am liebsten mit Ihnen spielen oder das Tablet nutzen? Aber Sie müssen noch viele andere Dinge erledigen und haben einfach keine Zeit zum spielen und das Tablet soll es aber auch nicht sein. Außerdem ist draußen schönes Wetter, dass sollte genutzt werden.  Meist hält sich die Begeisterung dann sehr in Grenzen und man droht schon einzuknicken. Aber gerade aus solchen Phasen der Langeweile entstehen  manchmal ganz kreative Dinge! Wie hier… plötzlich wird der große Farbkasten und die Leinwand entdeckt und es entsteht aus Langeweile ein ganz wunderbares Bild!

Langeweile ist ein Gefühl, dass auch wir als Erwachsene nur schwer aushalten können. Gerade in Zeiten des Smartphones  werden diese Zeiten an der Bushaltestelle oder beim Arzt damit verbracht die sozialen Medien oder Spiele auf dem Handy zu nutzen. Auch Kinder nutzen dieses Medium dann gerne. Häufig besteht auch der Anspruch bei den Eltern, das Gefühl der Langeweile bei den Kindern erst gar nicht aufkommen zu lassen. Dabei birgt dieses Gefühl auch viel Potenzial, sich mit sich selbst und seiner Umwelt auseinanderzusetzen. Ohne Ablenkung werden dann Dinge wieder entdeckt, die sonst ungenutzt bleiben…!  Nur Mut… es kann sich lohnen das auszuhalten….!

Europäische Union – Wieso, weshalb, warum?


Im Gespräch mit Paula (10 Jahre), Moritz (9 Jahre), Jonas (7 Jahre) und  Jan-Ole (11 Jahre):

….Europäische Union was fällt euch dazu ein?„Es gibt ein` Sitz, der ist in Brüssel, da setzen sich die Politiker zusammen und diskutieren über so Sachen, also was die Länder besser machen sollen und was man schon gut gemacht hat.“ „Mein Onkel arbeitet in der EU, aber so richtig weiß ich nicht, was der da so macht. Das ist auch schwer zu verstehen und sich zu merken!“ „Die Politiker haben es nicht leicht, die müssen immer lange wach bleiben, wenn sie Sachen besprechen. Aber die haben auch ein bisschen Luxus, immer so leckeres Essen und Trinken….“ „England will aus der EU raus….“ „…ja, und das ist schlecht für Deutschland, weil sie dann da keine Geschäfte mehr machen können und auch schlecht für England, weil die dann nicht mehr so abgesichert sind.“ „Die EU hat sozusagen zusammengehalten als Griechenland Pleite war.“

….offene Grenzen, weshalb? „Früher als es noch Grenzen gab, mochten die Länder sich gegenseitig nicht und das hat sich ja jetzt geändert, weil wir alle zusammen sind.“ „Man kann neue Freundschaften schließen. Man kann von einem Land zum anderen reisen. Wenn die Grenzen geschlossen werden, werden andere ja auch ausgegrenzt. Die sind dann ja sauer und dann kann es wieder Krieg geben.“  „Ich könnte mir vorstellen, dass man sich mit Grenzen viel schneller gefangen fühlt.“ „Deutschland war ja auch schon mal geteilt durch eine Grenze…das ist gut, dass es die jetzt nicht mehr gibt, dann sind die Freunde nicht mehr getrennt.“

…zusammen Politik machen, weshalb ist das wichtig?
 „Damit alle die gleichen Gesetze haben und alle gleich behandelt werden und nicht alle in ein Land ziehen, weil es da die besten Gesetze gibt.“ „Für`s Klima  ist es wichtig, weil ja überall Autos fahren. Wenn nur ein Land was macht, dann hilft das ja nicht.“ „…ja es ist wichtig, dass in allen Ländern das Parken teurer wird, damit nicht mehr so viele Autos fahren.“ „Gäbe es noch mehr Gemeinschaft mit anderen Ländern so wie hier in Europa, gibt es auch nicht so viel Krieg, wie jetzt zum Beispiel in Syrien.“

… Europa heißt?
„…dass man zusammenhält und sich gegenseitig unterstützt!“

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Das Kind ist so aggressiv..

….eine Aussage von vielen Eltern, Erzieher/innen, Lehrer/innen….

und oft wird man selber wütend oder hilflos…

Aggressives Verhalten ist der Ausdruck von Wut ! Oft ist diese Wut nicht nur ein momentan gefühlter Frust, weil das Kind etwas nicht bekommt oder darf..

Wut ist eines unserer Grundgefühle ! Dahinter steckt häufig ein wichtiges Bedürfnis, dass nicht verstanden und erfüllt wird.

Insofern ist – abgesehen von einer ruhigen und klaren Reaktion – oft auch die Frage wichtig: “ Sehe ich etwas nicht, was das Kind dringend bräuchte ?“

Darf ich vorstellen…

…das sind meine Kollegen in der Beratung. Heute habe ich sie mal ordentlich abgeschrubbt, damit sie nächste Woche wieder durch neue Hände gehen können. Sie helfen mir wunderbar um ins Gespräch zu kommen. Jeder in der Familie kann damit für die anderen ein paar Schlümpfe raussuchen, die beschreiben, wer welche Stärken hat oder was man sich für den Anderen wünscht. Besonders interessant wird es deshalb, weil jeder sofort eine Idee hat, was diese Figur bedeuten könnte. Ich werde nie vergessen, wie mal Mutter und Tochter bei mir saßen, die total zerstritten waren. Die Tochter suchte einen Schlumpf für die Mutter aus, mit brüllendem Löwengesicht. Für die Mutter war sofort klar, was gleich kommen würde: „Du schreist mich nur noch an, du bist zum Wegrennen, alle haben vor dir Angst, voll peinlich, wie du dich immer aufführst…“ Doch was sagte die Tochter? „Mama kämpft immer wie eine Löwin für uns.“ Manchmal ist es echt schön, wenn man falsch liegt. 😉

Medienerziehung

Da hat die Europapolitik uns doch zu Hause am Küchentisch erreicht: Thema Medienerziehung.

Unsere heranwachsenden Söhne sind Kinder ihrer Zeit, dem Zeitalter des permanenten Informationsflusses, häufig gefühlt zum Nulltarif dank des Internets. So diskutieren wir beim Abendbrot, dass Texte, fotographische und musikalische Erzeugnisse eben nicht beliebig und kostenlos verfügbar sein können. Dass Autoren, Musiker und Künstler einen Schutz für Ihre Urheberschaft benötigen. Denn auch diese müssen Geld für sich und ihre Familien verdienen.

So entsteht am Küchentisch eine spannende Diskussion zwischen unseren Generationen zur Neufassung des Urheberrechts auf europäischer Ebene über den Umgang mit den individuellen Rechten des Künstlers gegenüber dem Wunsch nach größtmöglicher Freiheit im weltweiten Netz.

Moderne Medienerziehung hat viele spannende Fragen für Familien!