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Ich habe Langeweile…

Kennen Sie das auch? Ihr Kind hat Langeweile und würde am liebsten mit Ihnen spielen oder das Tablet nutzen? Aber Sie müssen noch viele andere Dinge erledigen und haben einfach keine Zeit zum spielen und das Tablet soll es aber auch nicht sein. Außerdem ist draußen schönes Wetter, dass sollte genutzt werden.  Meist hält sich die Begeisterung dann sehr in Grenzen und man droht schon einzuknicken. Aber gerade aus solchen Phasen der Langeweile entstehen  manchmal ganz kreative Dinge! Wie hier… plötzlich wird der große Farbkasten und die Leinwand entdeckt und es entsteht aus Langeweile ein ganz wunderbares Bild!

Langeweile ist ein Gefühl, dass auch wir als Erwachsene nur schwer aushalten können. Gerade in Zeiten des Smartphones  werden diese Zeiten an der Bushaltestelle oder beim Arzt damit verbracht die sozialen Medien oder Spiele auf dem Handy zu nutzen. Auch Kinder nutzen dieses Medium dann gerne. Häufig besteht auch der Anspruch bei den Eltern, das Gefühl der Langeweile bei den Kindern erst gar nicht aufkommen zu lassen. Dabei birgt dieses Gefühl auch viel Potenzial, sich mit sich selbst und seiner Umwelt auseinanderzusetzen. Ohne Ablenkung werden dann Dinge wieder entdeckt, die sonst ungenutzt bleiben…!  Nur Mut… es kann sich lohnen das auszuhalten….!

Europäische Union – Wieso, weshalb, warum?


Im Gespräch mit Paula (10 Jahre), Moritz (9 Jahre), Jonas (7 Jahre) und  Jan-Ole (11 Jahre):

….Europäische Union was fällt euch dazu ein?„Es gibt ein` Sitz, der ist in Brüssel, da setzen sich die Politiker zusammen und diskutieren über so Sachen, also was die Länder besser machen sollen und was man schon gut gemacht hat.“ „Mein Onkel arbeitet in der EU, aber so richtig weiß ich nicht, was der da so macht. Das ist auch schwer zu verstehen und sich zu merken!“ „Die Politiker haben es nicht leicht, die müssen immer lange wach bleiben, wenn sie Sachen besprechen. Aber die haben auch ein bisschen Luxus, immer so leckeres Essen und Trinken….“ „England will aus der EU raus….“ „…ja, und das ist schlecht für Deutschland, weil sie dann da keine Geschäfte mehr machen können und auch schlecht für England, weil die dann nicht mehr so abgesichert sind.“ „Die EU hat sozusagen zusammengehalten als Griechenland Pleite war.“

….offene Grenzen, weshalb? „Früher als es noch Grenzen gab, mochten die Länder sich gegenseitig nicht und das hat sich ja jetzt geändert, weil wir alle zusammen sind.“ „Man kann neue Freundschaften schließen. Man kann von einem Land zum anderen reisen. Wenn die Grenzen geschlossen werden, werden andere ja auch ausgegrenzt. Die sind dann ja sauer und dann kann es wieder Krieg geben.“  „Ich könnte mir vorstellen, dass man sich mit Grenzen viel schneller gefangen fühlt.“ „Deutschland war ja auch schon mal geteilt durch eine Grenze…das ist gut, dass es die jetzt nicht mehr gibt, dann sind die Freunde nicht mehr getrennt.“

…zusammen Politik machen, weshalb ist das wichtig?
 „Damit alle die gleichen Gesetze haben und alle gleich behandelt werden und nicht alle in ein Land ziehen, weil es da die besten Gesetze gibt.“ „Für`s Klima  ist es wichtig, weil ja überall Autos fahren. Wenn nur ein Land was macht, dann hilft das ja nicht.“ „…ja es ist wichtig, dass in allen Ländern das Parken teurer wird, damit nicht mehr so viele Autos fahren.“ „Gäbe es noch mehr Gemeinschaft mit anderen Ländern so wie hier in Europa, gibt es auch nicht so viel Krieg, wie jetzt zum Beispiel in Syrien.“

… Europa heißt?
„…dass man zusammenhält und sich gegenseitig unterstützt!“

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Das Kind ist so aggressiv..

….eine Aussage von vielen Eltern, Erzieher/innen, Lehrer/innen….

und oft wird man selber wütend oder hilflos…

Aggressives Verhalten ist der Ausdruck von Wut ! Oft ist diese Wut nicht nur ein momentan gefühlter Frust, weil das Kind etwas nicht bekommt oder darf..

Wut ist eines unserer Grundgefühle ! Dahinter steckt häufig ein wichtiges Bedürfnis, dass nicht verstanden und erfüllt wird.

Insofern ist – abgesehen von einer ruhigen und klaren Reaktion – oft auch die Frage wichtig: “ Sehe ich etwas nicht, was das Kind dringend bräuchte ?“

Darf ich vorstellen…

…das sind meine Kollegen in der Beratung. Heute habe ich sie mal ordentlich abgeschrubbt, damit sie nächste Woche wieder durch neue Hände gehen können. Sie helfen mir wunderbar um ins Gespräch zu kommen. Jeder in der Familie kann damit für die anderen ein paar Schlümpfe raussuchen, die beschreiben, wer welche Stärken hat oder was man sich für den Anderen wünscht. Besonders interessant wird es deshalb, weil jeder sofort eine Idee hat, was diese Figur bedeuten könnte. Ich werde nie vergessen, wie mal Mutter und Tochter bei mir saßen, die total zerstritten waren. Die Tochter suchte einen Schlumpf für die Mutter aus, mit brüllendem Löwengesicht. Für die Mutter war sofort klar, was gleich kommen würde: „Du schreist mich nur noch an, du bist zum Wegrennen, alle haben vor dir Angst, voll peinlich, wie du dich immer aufführst…“ Doch was sagte die Tochter? „Mama kämpft immer wie eine Löwin für uns.“ Manchmal ist es echt schön, wenn man falsch liegt. 😉

Medienerziehung

Da hat die Europapolitik uns doch zu Hause am Küchentisch erreicht: Thema Medienerziehung.

Unsere heranwachsenden Söhne sind Kinder ihrer Zeit, dem Zeitalter des permanenten Informationsflusses, häufig gefühlt zum Nulltarif dank des Internets. So diskutieren wir beim Abendbrot, dass Texte, fotographische und musikalische Erzeugnisse eben nicht beliebig und kostenlos verfügbar sein können. Dass Autoren, Musiker und Künstler einen Schutz für Ihre Urheberschaft benötigen. Denn auch diese müssen Geld für sich und ihre Familien verdienen.

So entsteht am Küchentisch eine spannende Diskussion zwischen unseren Generationen zur Neufassung des Urheberrechts auf europäischer Ebene über den Umgang mit den individuellen Rechten des Künstlers gegenüber dem Wunsch nach größtmöglicher Freiheit im weltweiten Netz.

Moderne Medienerziehung hat viele spannende Fragen für Familien!

Caritaskongress

Auch wir Berater brauchen hin und wieder Anregungen von außen. Die gab es reichlich auf dem Caritaskongress, der letzte Woche in Berlin stattfand. 900 Mitarbeiter*innen aus ganz Deutschland informierten, diskutierten, lernten von anderen und gaben ihre Erfahrungen weiter. Mal sehen, was wir ab heute aus den neuen Ideen in unserer Praxis machen!

Platz ist in der kleinsten Hütte!

“Platz“ – das ist ein Thema in Münster! Auch uns als Familie fehlt es an Platz. Unsere Söhne, 7 und 9 Jahre alt, teilen sich ein nicht allzu großes Zimmer. Eigentlich wollten wir das schon längst geändert haben. Immer häufiger kreisen meine Gedanken um das Thema Wohnen: hätten wir uns nicht viel früher kümmern müssen, wäre es nicht wichtig, dass beide ihren eigenen Rückzugsort haben, was denken unsere Kinder, wenn sie sich mit ihren Freunden vergleichen? Aber bis auf das fehlende Zimmer fühlen wir uns eigentlich sehr zuhause in unserem Viertel und hier eine bezahlbare Alternative zu finden…fast utopisch! Je mehr ich grüble, desto schlechter wird meine Laune! 

Wie gut tut es genau jetzt ins Wohnzimmer zu kommen und meinen Sohn zu sehen. Bereits seit einer Dreiviertelstunde spielt er hier ganz vertieft. Eingerichtet hat er sich auf der Fensterbank, neben seinem Schreibtisch, den wir dort, in der letzten freien Ecke, für ihn platziert haben.  Ich setze mich ins Sofa, er hat mich gar nicht bemerkt,  beobachte ihn fasziniert, bin beeindruckt wie er sich seinen Raum schafft und auf so begrenztem Raum in seine Spielwelt abtauchen kann!

Ja, wir müssen uns manchmal behelfen und arrangieren. Der Tischkicker wird mit zwei Haken an die Wand gehangen, damit er nicht immer im Weg steht, die Ritterburg wandert  für einige Zeit in eine Kiste auf den Kinderzimmerschrank, so gewinnt sie ganz nebenbei auch wieder an Attraktivität. Ja, wir Eltern müssen auch mal ein Paar Tage eine Kaplastadt in unserem Wohnzimmer erdulden und uns vorsichtigen Schrittes unsern Weg bahnen. Und wir Eltern haben auch dafür zu sorgen dass beide Kinder das Recht haben zu sagen „Heute will ich das Zimmer auch mal mit meinem Freund alleine haben!“

Was bleibt? Ja, auf Dauer brauchen wir eine größere Wohnung und ICH wünsche mir mehr Platz. Aber nein, ich muss mir keine Sorgen um meine Kinder machen. Wir haben eine gemütliches Zuhause, nette Nachbarn, Schule und Fußballverein, alles in der Nähe. Unsere Kinder fühlen sich wohl und…. Platz zum Spielen ist auch in unserer Hütte!

Essen ist fertig…

Jeden Dienstag wenn ich diesen Satz meiner Kollegin höre, freue ich mich. An diesem Tag der Woche muss ich nicht überlegen, was ich mir gleich zu essen mache. Ich kann mich einfach an den gedeckten Tisch setzen und mitessen. Herrlich! Wir wechseln uns ab mit kochen. Montags gucke ich in ihr glückliches Gesicht, wenn sie sich an den gedeckten Tisch setzt. Haben wir mal wieder zu viel gekocht, können noch mehr mitessen.

Das würde ich so mancher alleinerziehenden, berufstätigen Mutter wünschen. Sich einfach mal mit an den gedeckten Tisch zum Essen zu setzen. Zusammen essen ist schön! Für Kinder und für Erwachsene.

Die Würde des Menschen ist unhassbar

Wir wenden uns gegen Abwertung, Ausgrenzung oder Hass-Rede in jeglicher Form. Ob online im Netz oder offline im direkten Miteinander – wir setzen uns für einen respektvollen Umgang miteinander ein.

Am heutigen Safer Internet Day #SID2019 finden weltweit Aktionen dazu statt.

Wir beraten Sie als Eltern oder Dich als jungen Menschen auch, wenn es um Erfahrungen von Mobbing oder Hassrede geht.

Interessante Informationen zum diesjährigen Schwerpunkt des Safer Internet Day #lauteralshass gibt es auch bei klicksafe.de.